WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER: Grundlagen für Lernkompetenz schaffen
Wesentliche Grundlagen sind die "Kultur-Fähigkeiten" Lesen, Schreiben, Rechnen und Sprechen. Es ist Aufgabe der Weiterbildung in ihrer kompensatorischen Funktion, diese Fähigkeiten zu vermitteln und zu stärken sowie als integrierte didaktisch-methodische Teile der Maßnahmen der Weiterbildung zu praktizieren.
Ein gutes Lernklima fördert die Lernkompetenz
In der Weiterbildung ist die Förderung eines positiven Lernklimas durch eine entsprechende gute räumliche und sachliche Ausstattung von Bildung zu beachten.
Fachliche Fähigkeiten durch Lernkompetenz ergänzen
Die durch berufliche Ausbildung und im Prozess der Arbeit erworbenen fachlichen Fähigkeiten sind durch eine ergänzende und vertiefende Vermittlung von Lernkompetenz zu festigen. Es ist eine Aufgabe der betrieblichen Weiterbildung, dafür zu arbeiten und damit auch die Berufsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stärken.
Selbstorganisiertes Lernen erfordert Lernkompetenz
Das Lernen selbst zu organisieren ist eine wachsende Anforderung in der Weiterbildung. Eine wesentliche Grundlage dafür ist der Umgang und die Anwendung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Unverzichtbar für selbstorganisiertes Lernen ist darüber hinaus die Beachtung aktivierender Methoden in der Bildungsarbeit.
EMPFEHLUNGEN AN DIE POLITIK: Die Vermittlung und Stärkung von Lernkompetenz ist ein Baustein öffentlich geförderter Weiterbildung
Weiterbildungsmaßnahmen, die öffentlich gefördert werden, müssen die Vermittlung von Lernkompetenz als einen Schwerpunkt gewährleisten.
Maßnahmen der Kompetenzentwicklung in der beruflichen Weiterbildung unterstützen
Durch Anreize öffentlicher Finanzierung können Modellprojekte der Kompetenzentwicklung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zum Beispiel durch Förderung von "best-practice"-Beispielen, unterstützt werden. Ein Effekt könnte dabei die Initiierung und Beschleunigung von Maßnahmen der Kompetenzentwicklung, unter besonderer Beachtung von Lernkompetenz, in der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung sein. Es wäre gleichzeitig ein Beitrag zum Wissenstransfer, der die Berufsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stärken kann.
HANDLUNGSEBENE DER IG BCE:
Die IG BCE setzt sich dafür ein, dass Konzepte und Modelle der Kompetenzentwicklung systematisch ausgewertet und die Ergebnisse ("best-practice"-Beispiele) in Weiterbildung und Personalentwicklung der Betriebe berücksichtigt werden. Zur Implementierung innovativer Modelle der Kompetenzentwicklung können mit dem Arbeitgeber Vereinbarungen getroffen werden.
Denkbar ist auch die Einrichtung eines Fonds Kompetenzentwicklung für einen Betrieb oder eine Branche. Die Aufgabe des Betriebsrates im Rahmen seiner Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte ist auch hier, zum einen gering Qualifizierte besonders zu fördern und zum anderen gleichzeitig ein hohes Kompetenz-Niveau voranzutreiben.
Die IG BCE bietet eigene Seminare für Funktionsträger und Mitglieder an, die Vermittlung von Lernkompetenz mit Hilfe aktivierender Methoden ist durchgehender Bestandteil ihrer Bildungsarbeit.