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IG BCE
Arbeitskreis Finanz- und Wirtschaftskrise
Verantwortliches Handeln jetzt wichtiger denn je
In ihrem im Juli 2007 initiierten Wittenberg-Prozess haben IG BCE und BAVC gemeinsame Leitlinien für verantwortliches Handeln in der sozialen Marktwirtschaft vereinbart. Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist verantwortliches Handeln heute wichtiger denn je. Im sechsten Wittenberg-Workshop haben sich die Chemie-Sozialpartner mit den Konsequenzen aus der Krise auseinandergesetzt und gemeinsame Positionen entwickelt. Die Ergebnisse sind im Folgenden dokumentiert. mehr...

Video - Wittenberg-Prozess
Alte Gewissheiten in Frage stellen - neues Denken wagen
Ein Video skizziert Ausgangspunkte, Inhalte und Stationen des „Wittenberg Prozesses". In Kurz-Statements beziehen Hans Paul Frey (BAVC), Michael Vassiliadis (IG BCE) sowie Betriebsräte und Unternehmensvertreter Position. Leitmotiv: Alte Gewissheiten in Frage stellen - neues Denken wagen. Ein weiterer Schwerpunkt: Die Unterzeichnung des Ethik-Kodexes für die chemische Industrie am 14.08.2008 in Berlin durch die Sozialpartner BAVC und IG BCE in Anwesenheit des Bundespräsidenten Horst Köhler.


Gemeinsame Leitlinie für eine Branche
Chemie-Sozialpartner unterzeichnen Ethik-Kodex
IG BCE und BAVC haben sich auf einen Ethik-Kodex für die chemische Industrie verständigt. Mit der am 14.08.2008 in Anwesenheit des Bundespräsidenten in Berlin unterzeichneten Sozialpartner-Vereinbarung gibt es damit erstmals für eine gesamte Branche gemeinsam formulierte ethische Grundsätze. An diesen neuen „Leitlinien für verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft" werden sich IG BCE und BAVC in ihrer künftigen Arbeit ausrichten. Die Chemie-Sozialpartner wollen so der Vertrauenskrise der Sozialen Marktwirtschaft entgegenwirken. Ziel der Vereinbarung ist, in der chemischen Industrie ein werteorientiertes, faires Verhalten zu fördern. Dazu beitragen soll ein Maßnahmen-Katalog, der unter anderem die Initiierung und Unterstützung von Dialogprozessen auf betrieblicher Ebene sowie die Gründung einer neuen Sozialpartner-Akademie vorsieht.

Medieninformation XII/36 - 14. August 2008
Sozialpartner-Vereinbarung
Bundespräsident Horst Köhler Bundespräsident Horst Köhler
Sie setzen Zeichen über Deutschland hinaus
„Sie haben ein wichtiges Zeichen gesetzt - für die Zukunft ihrer Branche aber auch für die Zukunft unseres Landes!" Mit diesen Worten lobte Bundespräsident Horst Köhler die von BAVC und IG BCE unterschriebene Sozialpartner-Vereinbarung. Der „Wittenberg Prozess" zeige wichtige Orientierungen auf: „Sie sind aufeinander zugegangen und haben eine gemeinsame Sprache gefunden." Die beiden Sozialpartner hätten nicht nur eine kritische Analyse gemacht, sondern Leitlinien für praktisches Handeln formuliert. Die Branche habe den partnerschaftlichen Ausgleich gesucht und gezeigt, wie man sich im weltweiten Wettbewerb erfolgreich behauptet: „Dem Chemiestandort Deutschland wird das dienen." Von dieser Erklärung könnte ein Impuls auch auf andere Branchen ausgehen: „Sie setzen über Deutschland hinaus ein Zeichen!"
Bundespräsident Horst Köhler: Grußwort
Hubertus Schmoldt Hubertus Schmoldt:
Jede Gesellschaft braucht Werte und Regeln
In seiner Rede dankte IG-BCE-Vorsitzender Hubertus Schmoldt Bundespräsident Köhler für die Teilnahme. Er sei es gewesen, der noch im Juni daran erinnert habe, dass „Markt und Moral zusammengehören". Schmoldt: „Jede Gesellschaft braucht eine Verständigung über Werte und Regeln, die auch dem Streben nach wirtschaftlichem Erfolg zugrunde liegen müssen." Allerdings wären die Arbeits- und Lebensverhältnisse weniger stabil als früher. Immer häufiger setzten sich egoistische Interessen durch. „Das geht einher mit einem Verlust an Vertrauen in unsere Soziale Marktwirtschaft und in unsere demokratische Gesellschaftsordnung insgesamt." Es zähle zu den Stärken der Sozialpartnerschaft, dass „wir bereit und in der Lage sind, uns dem Wandel der Verhältnisse" zu stellen. „Wir wollen die Globalisierung fair gestalten, so dass alle am Zuwachs von Chancen und Wohlstand teilhaben."
Rede Hubertus Schmoldt: ''Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marltwirtschaft''
Eggert Voscherau BAVC-Präsident Eggert Voscherau
Sozialpartnerschaft muss ständig gelebt werden
„Wir wollen aktiv dafür sorgen, dass soziale Marktwirtschaft bei Mitarbeitern und in der Gesellschaft wieder an Vertrauen gewinnt", klare Zielsetzung von Eggert Voscherau, Präsident des BAVC. Der Wittenberg Prozess sei ein Forum, „auf dem von uns Antworten gesucht werden". Die soziale Marktwirtschaft sei ein Symbol für den sozialen Frieden. Gerade an diesem Punkt biete die Globalisierung eine Herausforderung: Viele Arbeitnehmer erlebten sie als eine Auflösung der sozialen Sicherheit. Demokratie beruhe auf dem Vertrauen der Mehrheit. Voscherau: „In der Chemie fahren wir seit vielen Jahren gut durch einen Ausgleich der Interessen. Wir fahren gemeinsam besser, als wenn jeder allein vorgehen würde." Sozialpartnerschaft sei fundamentaler Bestandteil unseres Gesellschaftsmodells - von Vorteil für Unternehmen und Arbeitnehmer. „Aber sie muss auch ständig gelebt werden."
Rede Eggert Voscherau: "Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft"
Industrieanlage Sozialpartner-Vereinbarung
Verantwortliches Handeln in der sozialen Marktwirtschaft
Die Chemie-Sozialpartner IG BCE und BAVC haben am 14.08.2008 in Berlin die Sozialpartner-Vereinbarung „Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft" unterschrieben, die aus dem „Wittenberg Prozess" hervorgegangen ist. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass weite Teile der Gesellschaft dem Modell „Soziale Marktwirtschaft" mittlerweile skeptisch gegenüber stehen. Dieser Entwicklung wollen IG BCE und BAVC entgegen treten. Zitat: „Ziel dieses Prozesses ist es, die Soziale Marktwirtschaft in unserer Gesellschaft fester zu verankern sowie die Chemie-Sozialpartnerschaft zu stärken und weiter zu entwickeln." Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen IG BCE und BAVC soll genutzt werden, „um den im Rahmen des Wittenberg-Prozesses begonnenen Dialog auch auf der betrieblichen Ebene aufzunehmen".
Die Sozialpartner-Vereinbarung im Wortlaut
IG BCE / Abteilung Medien + Kommunikation
Königsworther Platz 6
30167 Hannover
Telefon: 0511 7631-0
Fax: 0511 7000-891
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Sozialpartnernetz Chemie
Die Chemie-Sozialpartner IG BCE und BAVC informieren über den Gedanken der Sozialpartnerschaft, dokumentieren die gemeinsamen Sozialpartner-Vereinbarungen, liefern praktische Beispiele für ihre Handhabung in den Betrieben und stellen sozialpartnerschaftliche Institutionen vor.
IG BCE goes Social Media
Auch die IG BCE tummelt sich im "Social Web". Einfach 'mal reinklicken!
Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik
Das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik e.V. wurde im Jahre 1998 gegründet auf Initiative von Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher und Andrew Young, Weggefährte von Martin Luther King in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und früherer US-Botschafter bei den Vereinten Nationen. Seine Aufgabe besteht in der Durchführung von Dialog- und Reflexionsprozessen sowie interdisziplinäre Forschung zur Verbreitung der ethischen Grundlagen der sich entwickelnden Weltgesellschaft.

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