WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER: Lernen als Prozess fördert die Übergänge
Die Übergänge von der Familie oder der Kindertagesstätte in die Schule sowie von einer Schule in die nächste muss von den Beteiligten aktiv und gemeinsam als Prozess gestaltet werden, damit die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder und Jugendlichen aufgefangen und zu einer förderlichen Entwicklung geführt werden.
Zusammen lernen und individuell fördern
Die innere Differenzierung ermöglicht eine individualisierte pädagogische Förderung nach den jeweiligen Lernvoraussetzungen. Damit sind alle an der Schulausbildung Beteiligten in der Verantwortung, dass jedes Kind beziehungsweise jeder Jugendliche die Schule mit einem Abschluss verlässt.
Öffentliches Schulsystem mit verstärkter regionaler Ausrichtung
In der Ausgestaltung dieser Aufgabe ist das Schulsystem öffentlich und einheitlich zu organisieren. Darin sind Schulen als autonome Einheiten weiterzuentwickeln und mit den erforderlichen Mitteln (Personal/ Finanzen) auszustatten. Das setzt ein abgestimmtes Schulangebot in der Region voraus.
EMPFEHLUNGEN AN DIE POLITIK: Dreijährige Eingangsphase flexibilisieren
In einer flexiblen dreijährigen Eingangsphase in die Schule können Kinder (zwischen 5 und 7 Jahren) in altersgemischten Gruppen Erfahrungen sammeln und grundlegende Bildungsprozesse kindgemäß eröffnet werden. Dabei ist im ersten Jahr eine intensive diagnostische Begleitung erforderlich, die den besonderen Förderbedarf jedes einzelnen Kindes feststellt.
Jedes Kind kommt mit
In der "Schule für alle" sind vielfältige Lernmethoden und Angebote für alle Begabungsstufen im Rahmen des einheitlichen Lehrplanes vorzuhalten. Misserfolge durch Zurückstellen und Wiederholen werden damit vermieden. Alle Beteiligten - Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Jugendämter, örtliche Träger und Koordinierungsstellen - haben die Verantwortung, kooperativ und wenn möglich frühzeitig auf potenzielle Schulverweigerinnen und Schulverweigerer und Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss einzugehen und gemeinsam für eine abgeschlossene Schulausbildung zu sorgen.
Schule öffnet sich
Bildung findet auch außerhalb der Institution Schule statt und erfordert die Verzahnung von Schule mit verschiedenen Bildungseinrichtungen und Praxisfeldern sowie die Öffnung zu konkreten Arbeits- und Lebenssituationen. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und Jugendhilfe zu suchen.
Elternarbeit professionalisieren
Zugleich sind Maßnahmen zur Etablierung einer professionellen Elternarbeit einzuleiten.
HANDLUNGSEBENEN DER IG BCE:
Leisten von Starthilfen beim Übergang von der Schule in die Ausbildung (Starthilfeprogramm).
Tarifvertrag für Jugendliche ohne Berufsabschluss.
Einflussnahme auf Kriterien für Einstellungstests für Auszubildende.
Initiative "Brücken bauen".
Lernfelder aus der Praxis zur Einbindung in den Schulalltag anbieten (Betriebspraktika für Schülerinnen und Schüler zur Erleichterung des Eintritts in die Ausbildung).