WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER: Basiskompetenzen sind anzulegen
Schule muss die Grundlage für die Berufsfähigkeit anlegen, indem sie die unmittelbar verwertbaren Qualifikationen vermittelt und den Erwerb vielfältiger Basiskompetenzen anregt.
Berufsfähigkeit umfasst ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung
Erst die gestärkte Persönlichkeit ist fähig, lebenslang zu lernen und sich damit auf wechselnde berufliche Anforderungen und neue Situationen im Beruf und im Leben einzustellen.
Öffnung des Zugangs zu Naturwissenschaften, Informatik und Technik
Schule hat dazu beizutragen, dass Kinder und Jugendliche an Naturwissenschaften, Informatik und Technik herangeführt werden und lernen, sich damit auseinanderzusetzen. Dabei sind frühzeitige Zugänge durch praktische Lernbeispiele zu verstärken.
EMPFEHLUNGEN AN DIE POLITIK: Praxislernen stärken
Die Berufsfähigkeit ist frühzeitig anzulegen. Bereits ab der Kindertagesstätten- und Vorschulerziehung ist praktisches Lernen mit Erfahrung und Sinn zu stärken. Das Lernen muss bereits in der Methode das Ziel stärkerer Praxisorientierung enthalten. Erst das Lernen in Projekten, die Selbsterprobung und das selbst gesteuerte Lernen schafft die Grundlage für nachhaltige Bildung.
Mehr Wahlfreiheit, mehr Interesse, mehr Leistung
In den weiterführenden Schulen gilt es die Wahlfreiheiten auszubauen, um die Interessen der Schülerinnen und Schüler stärker herauszubilden und zu fördern.
Praxis in den Schulalltag
Gleichzeitig sind die verbindlichen Betriebspraktika zu verlängern. So könnte das 13. Schuljahr zur konkreten Berufs- beziehungsweise Studienorientierung in Verbindung von Schule und aufnehmender Institution (Betriebe/ Hochschulen) genutzt werden.
Doppelt qualifizierende Abschlüsse
Zur Stärkung der Berufsfähigkeit sind doppelt qualifizierende Abschlüsse mit Abitur und beruflicher Bildung einzurichten und auszubauen.
Lehrerbildung mit Praxisnähe
Die Rolle der Lehrenden verändert sich und die stärkere Praxisorientierung ist in der Lehreraus- und -fortbildung umzusetzen.
Ökonomische, ökologische und technische Grundbildung
Schule hat dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche eine ökonomische, ökologische und technische Grundbildung erhalten, die es ihnen ermöglicht, die Bedeutung wirtschaftlicher und technischer Entwicklungen zu erfassen und aktiv mitzugestalten.
HANDLUNGSEBENE DER IG BCE: Lernfelder aus der Praxis zur Einbindung in den Schulalltag anbieten (etwa durch Patenbetriebe für Schulen, Betriebspraktika für Lehrkräfte, Personalaustausch).
Unterstützung der Berufswahlorientierung in der Schule durch Kompetenzfeststellungen (zum Beispiel KomNetz-Kompetenzreflektor).
Forderung erheben, dass Praxiserfahrung außerhalb der Schule ein Einstellungskriterium von Lehrkräften wird.
Einflussnahme in regionalen Bildungsnetzwerken.