Kontakt  |  Impressum  |  Downloads  |  Änderung der Mitgliedsdaten  |  RSS-Feeds  |  English Version
Jetzt Mitglied werden
Flash | HTML
Jetzt für die Webseite
registrieren | Vorteile...
Startseite
Bildung & Qualifizierung
Bildungspolitik
Bildungsmatrix
Berufliche Bildung
Berufsfähigkeit
IG BCE
Tarife
Veranstaltungen
Wirtschaft & Branchen
Recht rund um den Job
Schwerpunktthemen
Betriebsräte / EBR
Gruppen in der IG BCE
ServiceCenter
Kampagnen & Initiativen
MedienService
WebWegweiser
Treffpunkt
IG-BCE-Blogs 
Medieninformationen 
IG BCE aktuell 
E-Abos 
RSS-Feeds 
Downloads 
Links 


Bildungsmatrix

Entwicklung und Stärkung der Berufsfähigkeit

Themenfeld Berufliche Bildung

Ausbilder und Auszubildende
Foto: Agentur Jeschke
WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER:

Im dualen Ausbildungssystem Berufsfähigkeit entwickeln
Im dualen System wird die Berufsfähigkeit durch ein abgestimmtes, didaktisches Konzept der Lernorte Betrieb und Berufsschule erreicht. Die notwendige theoretische Durchdringung wird durch die Berufsschule sichergestellt. Der Anschluss an neue technologische Entwicklungen sowie Kenntnisse über Fragen der Arbeitsorganisation werden durch den Betrieb gewährleistet. Lebensnahes Lernen und die Ausbildung von Lernkompetenzen können so optimal gefördert werden.

Breit angelegte Berufsausbildung sichert Berufsfähigkeit
Eine zukunftsfähige berufliche Erstausbildung darf sich nicht auf die Vermittlung einzelner Tätigkeitsfelder und dazugehöriger Kenntnisse beschränken. Vielmehr bedarf es einer systematisch und umfassend vermittelten berufsfeldbreiten grund- und berufsspezifischen Fachbildung. Sie bilden die Basis für die Einordnung von beruflichem Erfahrungswissen oder Kenntnissen der Weiterbildung. Verkürzte Ausbildungen, zumal wenn sie sich an Jugendliche mit geringen Eingangsqualifikationen wenden, erfüllen diesen Zweck nicht.

Qualität der dualen Ausbildung erhalten und ausbauen
Die duale Berufsausbildung erfordert ein koordiniertes Vorgehen von Unternehmen, staatlichen Einrichtungen und Verbänden. Trotz des damit verbundenen hohen Aufwands kann das deutsche System beispielgebend sein. Voraussetzung ist eine konsequente Qualitätsorientierung. Dazu gehören unter anderem die zeitnahe Anpassung bestehender Ausbildungsordnungen an aktuelle Entwicklungen, die Integration neuer Berufsbilder in das duale System, die weitere Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Lernorten Betrieb und Berufsschule sowie die hohe Qualifikation der haupt- und ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Ausbilder.

Übergänge zwischen beruflicher und Hochschulbildung
Zum dauerhaften Erhalt und zur Weiterentwicklung der Berufsfähigkeit ist der Zugang von Absolventen der beruflichen Bildung zu den Hochschulen weiter zu öffnen. Die Übergänge von beruflicher Bildung zur Hochschulbildung werden auf vielen Berufsfeldern immer fließender. Diese Entwicklung muss in den Institutionen nachvollzogen werden.

 



EMPFEHLUNGEN AN DIE POLITIK:

Duales Ausbildungssystem mit Vorrang versehen
In einer gut gestalteten betrieblichen Ausbildung wird die Berufsfähigkeit stärker ausgeprägt als in rein schulischen Ausbildungsgängen. Deswegen ist der politische und praktische Einsatz für ein ausreichendes betriebliches Ausbildungsplatzangebot so wichtig. Schulische Ersatzmaßnahmen dürfen nur zur Deckung akuter Versorgungslücken aufgelegt werden. Die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen sowie die Agentur für Arbeit sollen sich verstärkt für eine Schaffung von Ausbildungsplätzen einsetzen. Dabei fordern sie einerseits die Unternehmen auf, ihrer Verantwortung auf diesem Feld gerecht zu werden - andererseits bauen sie unterstützende Maßnahmen aus.

Berufsfähigkeit statt Schmalspurausbildung
Die derzeitigen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt - gerade für Jugendliche mit schlechteren Einstiegsvoraussetzungen - dürfen nicht mit verkürzten Ausbildungsgängen beantwortet werden. In einer sich immer schneller wandelnden Arbeitswelt sind breite Kenntnisse über ein Berufsfeld sowie Lernkompetenzen wesentliche Voraussetzungen, um sich auf Veränderungen einstellen zu können. Gemeinsam mit den Sozialpartnern sind die beteiligten Ministerien daher aufgefordert, Ausbildungsordnungen so anzulegen, dass bereits während der betrieblichen Erstausbildung ein hohes Maß an Berufsfähigkeit erlangt wird.

Konsequent auf Qualität setzen
Die qualitativen Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt dürfen nicht dazu führen, dass politisches Handeln Schwächung und Erosion bewirkt. Berufsfähigkeit, wie sie momentan noch im internationalen Vergleich auf sehr hohem Niveau bereits mit Abschluss der Berufsausbildung erlangt wird, ist nur durch eine hohe Qualität in der Ausbildung erreichbar. Hier fällt neben dem Betrieb den Berufsschulen eine wichtige Rolle zu. Es ist Aufgabe der Politik, die Einrichtung und Ausstattung der Schulen auf ein ebenso hohes Niveau zu bringen wie die Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer. Mindeststandards für haupt- und nebenberufliche Ausbilderinnen und Ausbilder, zum Beispiel im Rahmen einer Ausbildereignungsverordnung, sind ebenso zu sichern.

Berufliche Bildung und Hochschulbildung zusammen denken
Die Übergänge von beruflicher Bildung zur Hochschulbildung werden auf vielen Berufsfeldern immer fließender. Diese Entwicklung muss in der Berufsbildungs- und Hochschulpolitik nachvollzogen werden. Nur durch eine engere Verzahnung, sowie erleichterte Zu- und Übergänge zwischen den Bildungswegen, kann die dynamische Entwicklung der Berufsfelder nachvollzogen werden.

 



HANDLUNGSEBENE DER IG BCE:

Die Berufsfähigkeit kann am besten durch ein didaktisch ausgewogenes Zusammenspiel der Lernorte erreicht werden. Dabei fällt dem Lernort Betrieb eine wichtige Rolle zu. Praxisnahe Ausbildung im Arbeitsprozess im Wechsel mit Vorbereitung und Reflexion in zentralen Ausbildungsstätten und Berufsschule muss sorgfältig abgestimmt werden. Die IG BCE qualifiziert Ausbilder, Betriebsräte und JAVen, dieser Herausforderung gewachsen zu sein.

Die IG BCE ist an der Modernisierung der Berufsbilder als Sozialpartner beteiligt. Durch fachlich kundige Sachverständige und schnelle Neuordnungsverfahren trägt sie zur regelmäßigen Anpassung der Berufe bei. Dabei wendet sie sich weiterhin gegen zweijährige Schmalspurberufe, Stufenausbildungsgänge und vollzeitschulische Ausbildungsgänge, die keine umfassende Berufsfähigkeit gewährleisten. Wir wollen in den Berufen, in denen es sinnvoll oder notwendig ist, die dreieinhalbjährige Ausbildungsdauer aufrecht erhalten und uns nicht wegen dogmatisch motivierter Argumente auf drei Jahre Ausbildungsdauer beschränken.

Die IG BCE setzt sich dafür ein, dass Beschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung die Möglichkeit zum Nachholen eines beruflichen Abschlusses erhalten. Absolventinnen und Absolventen von verkürzten Ausbildungsgängen sollen die Gelegenheit zur Aufstockung erhalten.

Die Betriebsräte, JAVen und die IG BCE setzen sich für eine qualitativ hochwertige berufliche Bildung ein. Neben konkreten Aktivitäten, beispielsweise im Bereich der Abstimmung zwischen den Lernorten Schule und Betrieb, werden breit angelegte Qualitätskampagnen (zum Beispiel "Ausbildung checken und verbessern" der IG BCE- Jugend) durchgeführt.

 

Weiterführende Links und Downloads:
Bildungspolitisches Diskussionspapier: Berufliche Bildung


Leitsatz: Entwicklung und Stärkung der Berufsfähigkeit


Zurück zur Bildungsmatrix...


Druckversion
Weiterempfehlen
PDF-Version
Word-Version
IG BCE - Abteilung Bildung / Wissenschaft
Königsworther Platz 6
30167 Hannover
Telefon: 0511 7631-142
Senden Sie uns eine E-Mail...
Bildungsmatrix
Sie möchten sich noch ein weiteres Bildungsthema erschließen. Ein Maus-Klick führt Sie zurück auf die Auswahloberfläche der Matrix.
Gute Ausbildung
Die IG-BCE-Jugend engagiert sich für eine optimale Gestaltung der Berufsausbildung. Informationen bieten die Initiativen "Gute Ausbildung" und "Ausbildung checken und verbessern"
Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH (QFC)
Das QFC, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der IG BCE, konzentriert in sich in seiner Arbeit auf Erstausbildung, Qualifizierungs-Förderung, Transfermanagement und Europakompetenz. Dabei stehen Auszubildende, Jugendliche, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind und Arbeitslose im Mittelpunkt. In Unternehmen unterstützt das QFC etwa in Fragen der beruflichen Bildung und der Personalentwicklung.

Kontakt  |  Impressum  |  Downloads  |  Änderung der Mitgliedsdaten  |  RSS-Feeds  |  English Version
© 2012 IG BCE - Grafiken & Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.

IG BCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Königsworther Platz 6 | D-30167 Hannover | Germany
Telefon: 0511-7631-329 | Telefax: 0511-7000891
Internet: www.igbce.de | E-Mail: info@igbce.de