WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER: Lebensnahes und lebenslanges Lernen regional vernetzen
Dieses geschieht durch die enge Kommunikation und organisierte Kooperation der Bildungseinrichtungen und anderer bildungsnaher Akteure in der Region.
Lernortkooperationen fördern
Lernortkooperationen, zum Beispiel von Hochschule und Betrieb, ermöglichen arbeitsintegriertes, informelles und soziales Lernen. Dabei ist aber auch zu berücksichtigen, dass Bildungsinstitutionen als "Schonräume" für Lernen und Diskurs unverzichtbar sind und als zeitberuhigte und entschleunigte Zonen mit entlasteten Handlungszwängen eine wesentliche Voraussetzung für Reflexivität und Bildung bieten.
"Alumni - aus Erfahrung lernen"
Hochschulen können von ihren "Ehemaligen" lernen, indem diese in Lehrveranstaltungen und Vortragsreihen aus ihren Lern- und Berufserfahrungen berichten. So können Studierende wertvolle Hinweise für ihre eigene Berufsentscheidung erhalten und durch Alumni-Netzwerke wichtige Kontakte knüpfen (für Praktika oder erste Einstellungen). Der Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen den Ehemaligen, Lehrenden und Studierenden fördert das lebensnahe und lebenslange Lernen in großem Maße.
Studieren im Alter
Lebensnahes und lebenslanges Lernen gilt auch für ältere Menschen. Es dient der persönlichen Bereicherung und vermittelt Grundlagen für berufliche und bürgerschaftliche Tätigkeiten und dient der individuellen Selbstentfaltung.
EMPFEHLUNGEN AN POLITIK UND HOCHSCHULEN: Regionale Bildungskonferenzen einrichten
Als geeignetes Instrument zur Verzahnung verschiedener Bildungseinrichtungen und weiterer regionaler Akteure sind regionale Bildungskonferenzen mit dem Ziel der Förderung von lebensnahem und lebenslangem Lernen von Bedeutung.
Schlüsselkompetenzen vermitteln
Die Lehre der Hochschulen bedarf der Veränderung und Ergänzung unter dem Aspekt des lebensnahen und lebenslangen Lernens. Die Vermittlung und Beherrschung von Schlüsselqualifikationen ist dabei ein zentrales Ziel. Sie ist eine wesentliche Qualifikation für die Entwicklung von Berufsfähigkeit und persönlicher Lebensgestaltung.
Integrierte Konzepte und Modularisierung
Die Einbindung lebensnahen Lernens in die Hochschulbildung ist nicht als bloße Ergänzung zu organisieren. Es bedarf eines integrierten Konzepts der Reflexion und Neuorientierung sowohl zeitgemäßer Lehr- und Lernformen als auch der Inhalte. In modularisierten Studiengängen können Studierende Module einzeln abrufen und als Einheiten so wählen und belegen, dass sie das lebensnahe Lernen begleiten.
HANDLUNGSEBENE DER IG BCE: Die IG BCE regt regionale Bildungskonferenzen mit dem Ziel der Vernetzung und der verstärkten Bildungsberatung in der Region an.