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Bildungsmatrix

Förderung lebensnahen und lebenslangen Lernens

Themenfeld Weiterbildung

Gruppe älterer Arbeitnehmer
Foto: iStockphoto: Lise Gagne
WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER:

Weiterbildung vermittelt Bewusstsein für lebenslanges Lernen
Weiterbildung als ein Teil des gesamten Bildungssystems vermittelt in ihrem Handeln Erkenntnisse und Bewusstsein für lebenslanges Lernen. Aufgabe von Weiterbildung ist auch, das Bewusstsein für den Sinn und die Notwendigkeit lebenslangen Lernens zu fördern. Das gilt besonders für die berufliche Weiterbildung.

Lernorte außerhalb des fest gefügten Bildungssystems
Lernorte liegen auch außerhalb des fest gefügten institutionalisierten Bildungssystems; zum Beispiel in wohnortnahen Aktivitäten und Tätigkeiten. Lernen in Lebensnähe ist durch die Einrichtung beziehungsweise  Weiterentwicklung regionaler Bildungsnetzwerke zu fördern. Beispiele liegen in der Zusammenarbeit von Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Bibliotheken, Musikschulen, Ausbildungsverbünden, Initiativen gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Die Koordinierung und die Beteiligung an regionalen Bildungsnetzwerken ist ein Handlungsfeld der Weiterbildung.

"Lernen im Prozess der Arbeit" ist Teil des lebenslangen Lernens
Formelles und informelles Lernen am Arbeitsplatz finden im gesamten Arbeitsleben eines Menschen statt. Die systematische Erfassung und Gestaltung dieses Lernens fördert die Berufsfähigkeit und ist damit auch eine Aufgabe lebenslangen Lernens der beruflichen Weiterbildung.

Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen
Selbstorganisiertes Lernen wird zunehmend eine Form und Methode der Weiterbildung. Diese Lernform hat ihre besonderen Chancen und Perspektiven durch die Anwendung und Nutzung neuer Informations- und Kommunikationsmedien, einschließlich multimedialer Vermittlungsmethoden. Nutzung und Weiterentwicklung dieser Medien ist ein Handlungsfeld der Weiterbildung.

 



EMPFEHLUNGEN AN DIE POLITIK:

Regionale Netzwerke der Weiterbildung auf- und ausbauen und im Anschub finanziell unterstützen
Das geschieht in enger Beteiligung und in Kooperation der regionalen Bildungsakteure. Im Vordergrund steht dabei die Transparenz über Bedarf und Angebote, die Schaffung von Lernanreizen sowie die Sicherung der Qualität.

Formen und Projekte selbstorganisierten Lernens fördern
Projektorientierte Förderung durch die Länder, den Bund und die Europäische Union sollten auch in Zukunft selbstorganisiertes Lernen weiterentwickeln und stärken, besonders durch die Förderung der Anwendung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien in der Breite.

Weiterbildungs- und Freistellungsgesetze erhalten und weiterentwickeln
Für die genannten Aufgaben und Formen lebenslangen Lernens sind Weiterbildungs- und gesetzliche Freistellungsregelungen von großer Bedeutung, besonders im Hinblick auf bildungsferne Personenkreise. Sie sind deshalb zu erhalten und zu entwickeln.

 



HANDLUNGSEBENE DER IG BCE:

Die IG BCE will möglichst allen Beschäftigten die Teilhabe an einem lebenslangen Prozess des Lernens ermöglichen.

Dazu ist es wichtig, in den Betrieben die Einsicht in die Notwendigkeit der Weiterbildung zu vermitteln und durch eine entsprechende Praxis zu untermauern. Das schließt die Information und Aufklärung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über die zukünftige Entwicklung des Betriebes und dafür notwendige Qualifizierungsprozesse ein.

Die IG BCE setzt sich dafür ein, dass durch das Aufzeigen von "best-practice"-Beispielen sowie durch Projekte mitarbeiterorientierter Kompetenzentwicklung in der betrieblichen Weiterbildung lebenslanges Lernen gefördert wird.

Die IG BCE sieht als geeignete Instrumente in Kooperation der Gewerkschaft mit den Arbeitgebern auch hier entsprechende Betriebsvereinbarungen, zum Beispiel auf der Basis von Qualifizierungstarifverträgen. Konkrete Bereiche sind die Planung und Durchführung von Qualifizierung, die Beratung zu Qualifizierung, die Ermittlung des Qualifizierungsbedarfes sowie Qualifizierungsgespräche als Mitarbeitergespräche.

Die Gewerkschaft tritt für den Erhalt und die Entwicklung von Weiterbildungs- und Freistellungsgesetzen ein. Sie sind eine Grundlage, die die Chancen und Möglichkeiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für lebenslanges Lernen verbessern.

 

Weiterführende Links und Downloads:
Bildungspolitisches Diskussionspapier: Weiterbildung


Leitsatz: Förderung lebensnahen und lebenslangen Lernens


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Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie
Die Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA) ist eine gemeinsame Initiative des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) und der IG BCE. Sie entwickelt innovative Prozesse der betrieblichen Fort- und Weiterbildung und begleitet deren praktische Umsetzung.

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