WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER: Hochschulbildung zur Stärkung der Persönlichkeit
Die Hochschulen haben die Aufgabe, eine umfassende Allgemeinbildung und eine berufsbezogene - oft fächerübergreifende - Bildung zu vermitteln. Sie soll die Einzelnen darin stärken, in einer Vielfalt sozialer Kontexte zu leben und beruflich qualifiziert und mobil zu sein.
Politische Bildung als integriertes Konzept
Politische Bildung bedarf eines integrierten Konzepts, das allgemeine, berufliche und politische Bildung miteinander verknüpft. Politische Bildung ist in Lehre und Forschung fächerübergreifend zu verankern und dabei als eine Schlüsselqualifikation zu verstehen und zu vermitteln.
Politische Wissenschaften erhalten und ausbauen
Politische Bildung an Hochschulen und in den anderen Bereichen des Bildungssystems bedarf systematischer politikwissenschaftlicher Forschung und Lehre. Dafür - und für weitere Ziele - sind Fachbereiche der Politischen Wissenschaft an Hochschulen zu erhalten und auszubauen. Ihre Forschungsarbeiten und Ergebnisse sind interdisziplinär zu nutzen.
EMPFEHLUNGEN AN POLITIK UND HOCHSCHULEN: Mehr angewandte Forschung für Politische Bildung
Forschungsergebnisse - besonders aus Fachbereichen der Politischen Wissenschaften - sind in didaktisches Material für politische Bildung der Hochschulen selbst, der Erwachsenen- und Weiterbildung sowie der Lehrerinnen- und Lehrerbildung umzusetzen. Die universitäre Erwachsenen- und Weiterbildung hat in diesem Zusammenhang einen besonderen Bildungsauftrag.
Hochschulcurricula entwickeln und verändern
Zur Erleichterung des Erwerbs von Wissen, Kompetenzen und Fähigkeiten zur Kommunikation, zur kreativen und kritischen Analyse und zum unabhängigen Denken sollten neue pädagogische und didaktische Ansätze entwickelt und gefördert werden. In neu gestalteten Curricula sind auch geschlechtsspezifische Aspekte und ihr besonderer kultureller, historischer und wirtschaftlicher Hintergrund zu berücksichtigen.
Kooperationsstellen Hochschulen - Gewerkschaften einrichten und ausbauen
Diese Einrichtungen an Hochschulstandorten fördern praxisorientierte Forschung und Lehre zu Fragen und Themen aus Sozialpolitik, Wirtschaft, Mitbestimmung und Arbeitsrecht, Gesundheit und weiteren Bereichen. Sie sind damit auch Anbieter und Träger politischer Bildung. Positive Erfahrungen der Kooperation von Hochschulen und Gewerkschaften liegen besonders in Niedersachsen vor. Diese können bei der Einrichtung beziehungsweise dem Ausbau von Kooperationsstellen an Hochschulstandorten berücksichtigt werden.
HANDLUNGSEBENE DER IG BCE:
Die IG BCE beteiligt sich aktiv bei der Mitarbeit in regionalen Kooperationsstellen Hochschulen - Gewerkschaften.
Die IG BCE unterstützt die Initiierung und Förderung von Forschungsprojekten im Bereich der Politischen Wissenschaften mit Praxis- und Anwendungsorientierung in der politischen Bildung.