WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER: Eine gute "Schule für alle"
In der Schule für alle steht das gemeinsame Lernen im Vordergrund. Dies wird durch individualisierte Förderangebote bis zum Ende der allgemeinen Schulpflicht ergänzt mit dem Ziel, Schwächen auszugleichen und Stärken weiterzuentwickeln. Daneben sind besondere Schulangebote nach Wahl und nach Leistung vorzuhalten.
Schulangebot vor Ort
Die landesweite Schullandschaft ist durch ein regional ausgeglichenes Angebot weiterzuentwickeln, das regionale Potenziale aktiviert und sichert und damit zur Stärkung des ländlichen Raumes beiträgt.
Intelligentes Wissen ist das eigentliche Ziel des Lernens
Kinder und Jugendliche sind dabei zu unterstützen, Wissen zu erwerben und anzuwenden. Breites und flexibel einsetzbares - und damit intelligentes - Wissen eignen sich die Schülerinnen und Schüler an, indem sie selbst konkrete Lerninhalte erarbeiten und anspruchsvolle Aufgaben bewältigen.
Lernmotivation und Lernumgebung sind Grundlage erfolgreichen Lernens
Schule muss die Basis für erfolgreiches Lernen bei jedem Kind und jedem Jugendlichen herstellen. Zentral dafür ist es, eine nachhaltige Lernmotivation aufzubauen und eine anregungsreiche differenzierte Lernumgebung zu schaffen. Das dafür notwendige fördernde Sozialklima in der Schule schließt ein positives pädagogisches Verhältnis von Lehrenden und Lernenden mit ein.
EMPFEHLUNGEN AN DIE POLITIK: Entwicklungskonzepte für eine regionale Bildungslandschaft
Zur Verwirklichung der "Schule für alle" sollten nicht die generellen Systemfragen in den Vordergrund gestellt werden; die staatliche Regulierung ist auf Rahmenvorgaben und Standardsicherung eines integrativeren Schulsystems zu beschränken. Es geht vielmehr um die Entwicklung der Einzelschulen und um das ganztägige Gesamtangebot vor Ort. Dafür sind regional spezifische Lösungen zu ermöglichen, die vorhandene Potenziale - auch über den Lernort Schule hinaus - nutzen und entsprechende Entwicklungskonzepte für eine regionale Bildungslandschaft hervorbringen.
Verbesserte Verfahren zur Leistungseinschätzung
Bei der Einschätzung des Leistungsvermögens und damit der weiteren Entwicklungschancen eines Kindes ist Schule etwa durch das Mitspracherecht der Eltern oder zentrale Einstufungstests zu unterstützen.
Vermittlung von Lernstrategien
Die Anforderungen an Schule verändern auch das Berufsbild der Lehrerinnen und Lehrer. Das Lehren entwickelt sich zur Vermittlung von Lernstrategien und zur Begleitung von zunehmend selbst gesteuerten Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler.
Förderung pädagogischer Kompetenzen in der Lehrerbildung
Daher sind in der Lehrerbildung für alle Schulformen von Anfang an die pädagogieschen Kompetenzen zu fördern, zum Beispiel durch ein einheitliches Grundcurriculum mit pädagogischen, psychologischen und sozialwissenschaftlichen Ausbildungsinhalten. Daran sollte sich eine praxisnahe Qualifizierung im Studium sowie im Vorbereitungsdienst anschließen. Die Fortbildung für Lehrende ist praxisnah und problemorientiert zu entwickeln sowie verpflichtend während der gesamten Dienstzeit.
HANDLUNGSEBENE DER IG BCE: Maßnahmen zur Stärkung des Elternwillens für eine "Schule für alle" und zur Etablierung einer professionellen Elternarbeit vorsehen.
Vernetzung von Seminararbeit der IG BCE im Dialog mit den Beteiligten der Lehrerbildung.