Vassiliadis warnt Politik vor Nichtstun IG BCE will Energiewende konstruktiv begleiten Vor einem Scheitern der Energiewende hat der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis gewarnt. Auf der energiepolitischen Pressekonferenz der IG BCE in Haltern kritisierte er: „Es fehlt an allen Ecken und Enden, an Koordination und Entscheidungen, es fehlt bis heute an einem stringenten politischen Management.“ Es genüge eben nicht, einige Kernkraftwerke abzuschalten und für die anderen ein Auslaufdatum zu beschließen. Damit beginne erst die eigentliche Arbeit. „Mein Eindruck ist, dass die Bundesregierung aus den Augen verloren hat, wie groß die Herausforderungen tatsächlich sind, die sich unserem Land in der Energiepolitik stellen.“ Für Deutschland sei eine erfolgreiche Energiewende essentiell. „Deshalb wollen wir mit einem eigenen Begleitprozess zum Gelingen dieses Megaprojekts beitragen.“ Unter anderem soll künftig in Zusammenarbeit mit TNS-Infratest ein neuer Energie-Index erstellt werden.
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Energiebilanzen Energieverbrauch sinkt 2011 um fünf Prozent Der Energieverbrauch in Deutschland ist in diesem Jahr deutlich gesunken. Er werde voraussichtlich um knapp fünf Prozent zurückgehen, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mit. Hauptgrund dafür sei die milde Witterung gewesen. Dazu kamen hohe Energiepreise mit entsprechend abschreckender Wirkung. Ein zusätzlicher Effekt ergebe sich aus dem Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie Kraftwerken mit hoher Effizienz. Der Mineralölverbrauch fiel auf das niedrigste Niveau seit über 20 Jahren. Die Atomenergie verminderte ihren Beitrag zur Energiebilanz als Folge des Ausstiegsbeschlusses im Jahresverlauf um knapp 23 Prozent. Die erneuerbaren Energien legten 2011 insgesamt um 4,1 Prozent zu. Sie steigerten ihren Anteil am Energieaufkommen auf knapp 11 Prozent. Aufgrund des rückläufigen Energieverbrauchs verminderte sich der energiebedingte CO2-Ausstoß um mehr als 3 Prozent. - (dpa)
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Stiftungsmodell Rückbau Atomwirtschaft Überlegenswert aber bislang noch viele Fragen ungeklärt „Grundsätzlich könnte das ein Erfolg versprechender Weg sein, die Energiewende voran zu bringen.“ Mit diesen Worten reagierte IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis auf einen Bericht des Handelsblatts (6.10.), nach dem in Politik und Wirtschaft Überlegungen bestehen, nach dem Vorbild der RAG-Stiftung eine Einrichtung zu gründen, die den Rückbau der deutschen Kernkraftwerke abwickelt. Allerdings, so Vassiliadis: „In der Ausgestaltung dieser Idee sind heute noch mehr Fragen offen als geklärt – eine abschließende Bewertung ist deshalb nicht möglich.“
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Technologietrends und Innovationen Energiewirtschaft Von dieser Wende werden die Geschichtsbücher berichten: Am 6. August 2011 trat das Gesetz in Kraft, nach dem Deutschland bereits 2022 aufhört, Strom aus Kernkraft herzustellen. Technologisch allerdings sind diese Stichdaten weniger wichtig, als es scheint. Die wirkliche Energiewende ist längst in vollem Gange. Heft 5 der Publikationsreihe "Technologietrends und Innovationen" informiert über die Rolle der chemischen Industrie bei der Speicherung von Energie, die CO2-Bilanz der Bioenergie, supraleitende Magnetspeicher, Windkraft, Biogas und das Fernziel, mit Photosynthese die Energienot zu beenden. mehr...
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Einladung zum Bürgerdialog Energietechnologien für die Zukunft Wo liegen die Herausforderungen für das Gelingen der Energiewende in Deutschland? Wie muss der Umbau der Energieversorgung technologisch gestaltet werden? Welchen Beitrag können und wollen die Bürgerinnen und Bürger dazu leisten? Um Fragen wie diese geht es beim Bürgerdialog "Energietechnologien für die Zukunft", zu dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einlädt. Ab sofort haben alle Interessierten im Online Dialog die Möglichkeit, über die Herausforderungen der Energiewende zu diskutieren. In den nächsten Monaten wird dieser Dialog nicht nur im Netz geführt, sondern Bürgerinnen und Bürger können die Energiediskussion auch auf Veranstaltungen wie den deutschlandweiten Bürgerkonferenzen und Bürgerwerkstätten vertiefen.
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IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis Energiewende mit offenen Fragen "Das Ziel ist gesetzt, der Weg dahin aber über weite Strecken unklar." Mit diesen Worten kommentiert der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis, die vom Bundestag Ende Juni 2011 beschlossene Energiewende. Der Aufbau einer neuen Energieversorgung ohne Kernkraft dürfe nicht einseitig auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgen. "Die Energiewende wird nur erfolgreich sein, wenn sie auch die Prinzipien sozialer Gerechtigkeit beachtet", so Vassiliadis. "Sonst werden jetzt notwendige Investitionen in der Bevölkerung keine Akzeptanz finden – trotz der grundsätzlichen Zustimmung zu einem Ausstieg aus der Kernenergie." Im weiteren Umbauprozess seien in der Energiepolitik Fragen sozialer Ausgewogenheit wenigstens gleichrangig mit Fragen der Klimaverträglichkeit zu behandeln. mehr...
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Energiewende Bundeskabinett beschließt Atomausstieg bis 2022 Das Bundeskabinett hat am 06. Juni das sofortige Aus für acht Kernkraftwerke und den stufenweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 beschlossen. In einer Sondersitzung stimmten die Regierungsmitglieder für eine entsprechende Neufassung des Atomgesetzes. Eines der sofort abzuschaltenden Kraftwerke soll für den Fall von Stromengpässen noch bis 2013 in Bereitschaft gehalten werden. Die verbleibenden neun sollen nach folgendem Zeitplan vom Netz gehen: 2015 Grafenrheinfeld (Bayern), 2017 Gundremmingen B (Bayern) und 2019 Philippsburg II (Baden-Württemberg), 2021 Grohnde (Niedersachsen), Brokdorf (Schleswig-Holstein) und Gundremmingen C (Bayern). Als letzte Kernkraftwerke würden 2022 Isar II (Bayern), Neckarwestheim II (Baden-Württemberg) und Emsland (Niedersachsen) abgeschaltet werden. (dpa)
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IG BCE zum Bericht der Ethik-Kommission Die Energiewende gestalten Die IG BCE unterstützt das Ziel, innerhalb von zehn Jahren aus der Kernenergie auszusteigen. "Das ist wünschenswert und notwendig, vor allem aber auch machbar", erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Michael Vassiliadis, am Montag (30.05.) in Berlin. "Die Energiewende ist allerdings ein Prozess, der wirtschaftlich vernünftig und sozial gerecht gestaltet werden muss, sonst wird sie scheitern."
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Newsletter IG BCE aktuell Energiewende - Machbar in einem Jahrzehnt Die Juni 2011-Ausgabe von IG BCE akuelle befaßte sich schwerpunktmäßig mit den unterschiedlichen Facetten der Energiewende. Deutschland setzt sich dabei ehrgeizige Ziele.Unser Land soll eine Energieversorgung ohne Kernkraft bekommen. Darin sind sich alle Parteien und die Mehrheit der Bevölkerung einig. Die Ethikkommission Sichere Energieversorgung hat zudem gezeigt: Das ist tatsächlich in einem Jahrzehnt möglich – aber nicht leicht. Das geht nur mit einer Effizienz-Offensive in der Energieerzeugung und -nutzung, nur mit dem Know-how der Beschäftigten in den Branchen der IG BCE, nur mit den Technologien dieser Betriebe. Das ist die Voraussetzung für Fortschritte in der Solarindustrie, für moderne Kohlekraftwerke mit hohem Wirkungsgrad, für bessere Wärmedämmung. Ohne die Betriebe im Organisationsbereich der IG BCE gibt es keine erfolgreiche Energiewende.
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Energiewende DGB veröffentlicht Positionspapier zur Energiepolitik Der DGB hat am Mittwoch (15.06.) ein Positionspapier zur Energiepolitik veröffentlicht. Darin fordert er u.a. „mehr Schub beim Energiesparen und dem Einstieg in die Erneuerbaren Energien“. Aus seiner Sicht bieten der Wärmemarkt und der Ausbau der Erneuerbaren Energie das größte Potenzial für den Erfolg und neue Arbeitsplätze. Es müsse dabei sichergestellt werden, dass neu entstehende Arbeitsplätze durch gute Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen gekennzeichnet sind. „Grüne Jobs sind nicht automatisch gute Jobs. Die Branche muss gute Arbeit und tariflich gesicherte, faire Löhne bieten“, mahnt der DGB. Die vollständige Stromversorgung aus den neuen Energien bis zum Jahr 2050 wird in dem Papier ausdrücklich unterstützt. Als Brückentechnologien in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien kommen aus Sicht des Gewerkschaftsbundes Kohle und Gas auf dem neuesten Stand der Technik in Frage.
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Betriebsräte-Tagung zur Energiepolitik Für sichere, umweltschonende und bezahlbare Energie Ein ausdrückliches Bekenntnis zu den Ergebnissen der Ethik-Kommission legte IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis am 30. Mai 2011 auf einer Betriebsrätekonferenz seiner Gewerkschaft in Berlin ab. Der Bericht zeichne ein realistisches, wenn auch sehr anspruchsvolles Bild der Energiewende. Kernkraftwerke hätten in Deutschland keine politische Unterstützung und damit keine Zukunft mehr. Entscheidend sei aber, „dass wir die Energiewende wirtschaftlich vernünftig und sozial gerecht gestalten - sonst wird sie scheitern.“ Eine sichere, umweltschonende und bezahlbare Energieversorgung sei von elementarer Bedeutung. Dabei wäre der Einsatz fossiler und regenerativer Energieträger notwendig. Stromintensive Industrien müssten die Chance haben, auf dem Weltmarkt bestehen zu können. Vassiliadis: „Deutschland muss Industrieland bleiben.“ Klimaschutz sei aber weiterhin ein wesentliches Ziel.
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IG-BCE-Position Anforderungen an eine Energiepolitik bis 2050 Die IG BCE hat unter dem Eindruck der Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima mit Blick auf die Diskussion in Deutschland ihre energiepolitischen Positionen präzisiert und aktualisiert. Die IG BCE fordert die Bundesregierung auf, einen Neustart in der Energiepolitik zu ermöglichen und unter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Kräfte ein tragfähiges energiepolitisches Konzept für die Zukunft zu erarbeiten. Notwendig ist ein neuer Energiekonsens, der nicht nur den Ausstieg aus der Kernenergie umfasst, sondern gleichzeitig die Bedeutung der zentralen Energieträger für die nächsten Jahrzehnte klärt und energiepolitische Zielkonflikte ausgewogen löst. mehr...
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Michael Vassiliadis Energiewende sozial gerecht finanzieren IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis hat in einem Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung (18.05) die Arbeit innerhalb der Ethik-Kommission ausdrücklich gelobt: „Ich bin sehr positiv überrascht.“ Die Zusammensetzung und der Zeitdruck hätten nicht allein von vornherein vermuten lassen, dass die Zusammenarbeit gelänge. Es gäbe ein Zuhören, ein Lernen und ein Ernstnehmen der Argumente: „Das hat geholfen, aus ein paar Sackgassen herauszukommen.“ – In einem Beitrag unter der Überschrift „Wer Zahlt die Zeche?“ für The European fordert der IG-BCE-Vorsitzende zu überprüfen, wie der notwendige Umstieg auf regenerative Energien sachgerecht und gleichzeitig auch sozial gerecht finanziert werden kann: „Ein neues, nachhaltiges Energiekonzept muss selbstverständlich ökologisch, aber gleichzeitig auch sozial und wirtschaftlich vernünftig sein.“
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Gemeinsame Stellungnahme Für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung In der laufenden Diskussion um die künftige Energieversorgung in Deutschland hat die chemische Industrie als einer der größten Stromkunden mit einem Fünf-Punkte-Papier Position bezogen. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI), die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) machen deutlich, dass der schnellere Umbau der Energieversorgung eine grundlegende Weiterentwicklung des Energiekonzepts der Bundesregierung vom Herbst 2010 notwendig macht. mehr...
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