Deshalb kann es nicht richtig sein, wenn sich Energiepolitik fast nur noch mit der Förderung so genannter alternativer Energien befassen soll, während die klassischen Energieträger, die nach wie vor das Rückgrat der deutschen Energieversorgung bilden, als nebensächlich oder unzeitgemäß betrachtet oder gar massiven Restriktionen ausgesetzt werden.
Die IG BCE unterstützt den Einsatz von erneuerbaren Energien. Sie spricht sich dabei für ein Höchstmaß an Kosteneffizienz aus, selbstverständlich verbunden mit der Forderung nach tarifvertraglich geregelter und guter Arbeit auch in dieser Branche.
Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und die Verbraucher dürfen durch Subventionen für erneuerbare Energien nicht über Gebühr belastet werden. Der Emissionshandel in Deutschland muss im europäischen Rahmen geregelt werden. Es muss überprüft werden, wie er in anderen Ländern gehandhabt wird, und die deutschen Regelungen müssen im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gestaltet werden. Nationale Alleingänge und das Streben nach einer deutschen Vorreiterrolle dienen weder der Ökologie noch der Ökonomie und somit auch nicht den sozialen Interessen insbesondere der Arbeitnehmer.
Nachhaltig denken heißt, aus der Sicht kommender Generationen zu denken. Uns geht es um die kommende Generation von Kohlekraftwerken und energie- und stromintensiven Anlagen, zum Beispiel in der chemischen Industrie in Deutschland. Es geht um eine kommende Generation von Kraftwerkern, Chemiefacharbeitern, Papier- und Glasmachern, Zementwerkern und Keramikern, Aluminium- und Kupferarbeitern in Deutschland - daran messen wir die Nachhaltigkeit von Energie- und Industriepolitik.