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IG BCE
Recklinghäuser Tagung 2011 Recklinghäuser Tagung
''Arbeit schweißt zusammen''
„Gerufen, gekommen, geblieben; und danach?“ lautete das Motto der 41. Recklinghäuser Tagung, bei der das 50jährige Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens im Mittelpunkt stand. Vor 400 Mitgliedern betonte Ulrich Freese, stellv. IG-BCE-Vorsitzender, die gelungene Integration in den Betrieben: „Arbeit schweißt zusammen.“ Sowohl der Recklinghäuser Bürgermeister, Wolfgang Pantförder, als auch der türkische Generalkonsul von Münster, Nafi Tosyali, hoben in ihren Grußworten das Potential der interkulturellen Vielfalt hervor. Aktuelles Thema der Tagung war der rechtsextreme Terror. In einer Schweigeminute wurde den Hinterbliebenen der Opfer gedacht. „Rechtsextremismus muss mit aller Härte bekämpft werden“, forderte Freese und sprach sich für ein NPD-Verbot aus. In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten er und türkische IG-BCE-Funktionäre über Probleme und Chancen der Integration.

Gemeinsamkeit Aufruf gegen rechten Terror
Für Freiheit, Vielfalt und Zusammenhalt
In einem gemeinsamen Aufruf machen sich Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Gewerkschaften, Verbänden und der Wirtschaft – darunter IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis - für „Freiheit, Vielfalt und Zusammenhalt“ stark – und gegen rechten Terror in Deutschland. Darin heißt es u.a.: „Wir stehen ein für ein Deutschland, in dem alle ohne Angst verschieden sein können und sich sicher fühlen. Ein Land, in dem Freiheit und Respekt, Vielfalt und Weltoffenheit lebendig sind. Die Würde des Menschen ist unantastbar, so steht es in unserem Grundgesetz. Rechtsextremismus und rechter Terror richten sich auch gegen unsere freie und friedliche Gesellschaft. Wir alle sind gefordert zu handeln – überall dort, wo Rechtsextreme versuchen, gesellschaftlichen Boden zu gewinnen.“ Der Aufruf erscheint in Deutsch und Türkisch im Tagesspiegel und in der türkischen Tageszeitung Hürriyet.
Aufruf für Repekt und Toleranz
Aufruf für Respekt und Toleranz (türkisch)
Dursun Malkoc 50 Jahre Anwerbeabkommen
Damals war Integration überhaupt noch kein Thema
Am 30. Oktober vor genau 50 Jahren wurde mit der Türkei ein „Anwerbeabkommen“ unterzeichnet. Bis zum Anwerbestopp 1973 kamen daraufhin rund 2.7 Mio. türkische Arbeitskräfte nach Westdeutschland, viele davon mit dem legendären „Istanbul-Express“ über Belgrad bis München. Dort wurden sie an ihre künftigen Arbeitsplätze verteilt, um beim Aufbau des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ zu helfen. IG-BCE-Vorstandsmitglied Ulrich Freese: „Die Anwerbung von Menschen anderer Nationalität hat Deutschland nachhaltig und positiv verändert.“ Sie habe Deutschland auch internationale Reputation und kulturelle Vielfalt erbracht. „Integration und kulturelle Vielfalt in den Betrieben war und ist auch eine gewerkschaftliche Erfolgsgeschichte und führt bis heute dazu, dass wir in den Betrieben der Gesellschaft und der Politik weit vorauseilen. – Zwei persönliche Erfahrungen: mehr...

Gelbe Hand Wer hat noch Fotos?
Kumpelverein sucht Fotos mit der Gelben Hand
Der Verein "Mach meinen Kumpel nicht an" sucht anlässlich des 25. Gründungsjubiläums in diesem Jahr alte Fotos, auf denen das Logo der Gelben Hand zu sehen ist. Wer noch entsprechende Bilder hat, wird gebeten, Abzüge, Dias oder Negative zu senden an: Mach meinen Kumpel nicht an! e.V., Hans-Böckler-Straße 39, 40476 Düsseldorf. Wenn möglich, bitte mit Angabe von Entstehungsort und -anlass. Rücksendung wird vom Verein ausdrücklich zugesagt.
Die Gelbe Hand im Internet
Allein Fünf Jahre Gleichbehandlungsgesetz
Es gibt immer noch einiges zu tun
Am 18. August 2006 trat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft. Es soll Menschen, die wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, ihres Alters oder ihrer sexuellen Identität in Beruf und Alltag diskriminiert werden, schützen. Dieses Gesetz hilft ihnen, ihre Rechte durchzusetzen. Insgesamt 11.300 Menschen haben sich in den vergangenen fünf Jahren an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) gewandt. Diese hohe Zahl zeigt deutlich, wie notwendig dieses Gesetz war und ist. mehr...

EU-Flaggen Anerkennungsgesetz verabschiedet
Fachkräftemangel kann damit alleine nicht gelöst werden
Der Bundestag hat am 23. März 2011 den Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (Anerkennungsgesetz) verabschiedet. Zuwanderern, die im Ausland einen Beruf erlernt haben, soll es damit erheblich leichter gemacht werden, in Deutschland eine ihrer Qualifikation entsprechende Beschäftigung auszuüben. Schätzungen zufolge könnten rund 300.000 Menschen, die bereits hier leben, von dem Gesetz profitieren. Darüber hinaus wird Deutschland für qualifizierte Zuwanderer attraktiver. mehr...

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE 40. Recklinghäuser Tagung
Abschottung und Abgrenzung lösen keine Probleme
Das Motto der 40. „Recklinghäuser Tagung“ lautete „Migrations- und Integrationspolitik im Zuge des Globalisierungsprozesses.“ Doch unter dem Eindruck der aktuellen integrationspolitischen Debatten drohte das bei der diesjährigen Jubiläumsveranstaltung in den Hintergrund zu geraten. Der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis forderte in seiner Grundsatzrede, dass Deutschland Vorbild sein muss, wie die Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern unter den Bedingungen einer globalisierten Wirtschaft, eines zusammenwachsenden Europas und der offenen Grenzen geregelt wird. Vassiliadis wandte sich deutlich gegen eine Anti-Islam-Politik, wie sie etwa der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) oder Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) „zur Schärfung eines konservativen Profils“ propagierten. mehr...

Lale Akgün im Interview mit kompakt
Soziale Integration vorantreiben
Integration ist nicht eine Frage der ethnischen Herkunft. "Es geht immer um die soziale Integration und die Integration sozial benachteiligter Menschen", so Lale Akgün, Migrationsexpertin. In dem Interview stellt die Ex-Bundestagsabgeordnete die Rolle der Gewerkschaften heraus, die sich schon in den siebziger Jahren für gleiche soziale Rechte eingesetzt haben. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung fordert Lale Akgün eine breite Diskussion zum Thema Zuwanderungspolitik.



Kreis IG BCE / BAVC
Vielfalt nutzen - Chancengleichheit verwirklichen
Rund 20 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland besitzen mittlerweile einen Migrationshintergrund. Sie bringen verschiedene Sprachen, religiöse Überzeugungen und Lebensstile mit in ihre neue Heimat und sind ein elementarer Teil der Gesellschaft und der Arbeitswelt geworden. Der Umgang mit dieser Vielfalt stellt für die Betriebe eine große Chance wie auch eine Herausforderung dar. BAVC und IG BCE rufen die Unternehmen in ihrer Vereinbarung zum Diversity Management dazu auf, die Vielfalt in den Betrieben durch Diversity-Management Konzepte besser zu nutzen und entsprechende Betriebsvereinbarungen abzuschließen. Ferner bieten sie Unternehmen und Betriebsräte Unterstützung bei der Umsetzung einer von Diversity-Kultur geprägten Unternehmenspolitik an.
Die Vereinbarung im Wortlaut...
Kinder unterschiedlicher Hautfarbe Engagement gegen Rechts
IG BCE tritt für Offenheit und Toleranz ein
Für die IG BCE sind Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit, bürgerschaftliche Mitverantwortung Grundwerte unserer Gesellschaft. Sie müssen für alle Menschen Geltung erhalten, die in der Bundesrepublik leben. Die in Deutschland und Europa steigenden Zahlen politisch rechts motivierter Straf- und Gewalttaten, die Zunahme rassistischer und fremdenfeindlicher Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft und die Wahlerfolge rechtsextremer Parteien geben Anlass zu großer Besorgnis. Die IG BCE tritt ein für Offenheit und Toleranz und engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus in Gesellschaft und Arbeitswelt. mehr...

Ausstellungsmotive IG-BCE-Wanderaustellung
Gleichstellung und Chancengleichheit
Die Herstellung gleicher Chancen, unabhängig von Herkunft, Nationalität, Alter, Geschlecht, Gesundheit oder sexueller Orientierung, ist Kernelement einer gerechten Gesellschaft. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Beseitigung von Diskriminierungen und Benachteiligungen in der Arbeitswelt. Dafür engagieren sich die Gewerkschaften seit Langem. Mit einer Wanderausstellung möchte die IG BCE Ortsgruppen, Vertrauensleute, Bezirke und Landesbezirke bei ihren Aktivitäten vor Ort unterstützen und den Abschluss von Betriebsvereinbarungen über "Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz" erleichtern. In anhängendem Flyer sind die Bedingungen beschrieben, zu denen die Wanderausstellung ausgeliehen werden kann. mehr...

IG-BCE-Fahnen vor blauem Himmel IG BCE
Ausländische Arbeitnehmer/innen gut organisiert
Ausländische Arbeitnehmer sind der IG BCE stark verbunden. Das belegt bereits der hohe Organisationsgrad von etwa 65 Prozent. Im November 2010 hatten rund 60.000 IG-BCE-Mitglieder einen ausländischen Pass. Der Anteil der Mitglieder ausländischer Herkunft in der IG BCE beträgt 8,5 Prozent, wobei im Organisationsbereich über 100 Nationalitäten vertreten sind. Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind auf allen Ebenen der Gewerkschaftsarbeit aktiv. Durch die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes im Jahre 1972 und die damit verbundene Einführung des passiven Wahlrechtes im Betrieb sind immer mehr ausländische Arbeitnehmer in den Betriebsrat gewählt worden. Bei der Betriebsratswahl im Jahr 2010 wurden im Organisationsbereich der IG BCE 1.040 Kolleginnen und Kollegen mit ausländischen Pass in den Betriebsrat gewählt. Davon sind 108 Betriebsratsvorsitzende (Stand November 2010).

Integration Ausländische Arbeitnehmer
Integration in die Arbeitswelt
Die IG BCE und der Deutsche Gewerkschaftsbund haben wesentliche Voraussetzungen für die Integration ausländischer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in die Arbeitswelt geleistet. Die Möglichkeiten der betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretungen sind jedoch weiterhin intensiv zu nutzen, um das Verständnis zwischen den ausländischen und deutschen Arbeitnehmern zu fördern und auszubauen. mehr...

IG BCE - Abteilung Migration / Integration
Königsworther Platz 6
30167 Hannover
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IG BCE aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit
Mit zahlreichen Aktionen im gesamten Bundesgebiet hat die IG BCE anlässlich der Internationalen Woche gegen Rassismus 2011 ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gesetzt - Ein Rückblick:
Für Integration und Gleichberechtigung
Die IG BCE vertritt die Interessen der ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wir fördern die Integration und setzen uns für ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen ein.
IG-BCE-Mitgliedschaft
Kurz informiert: Die Leistungen der IG BCE für ihre Mitglieder.
WebWegWeiser
Informative Internet-Angebote für Migrantinnen und Migranten in Deutschland.
Recklinghäuser Tagung
In der Rückschau:
Staatsbürgerschaft
Informationen zur deutschen Staatsbürgerschaft für Ausländer in Fremdsprachen
Info für Ausländische Arbeitnehmer: Dialog
Die IG BCE bietet mit "Dialog" einen mehrsprachigen Informationsdienst speziell für ihre interkulturelle Mitglieder an. Schwerpunktthemen der aktuellen Ausgabe sind die neu gewählte deutsche Bundesregierung, der IG-BCE-Kongress 2009 mit dem Führungswechsel an der Gewerkschaftsspitze, die Kongress-Anträge zur Migrationspolitik sowie wichtige Gerichtsurteile.
''Die gelbe Hand''
Der Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!" e.V. engagiert sich seit über zwanzig Jahren gegen Rassismus und tritt für die Gleichberechtigung von Migranten und Migrantinnen in der Arbeitswelt ein. Mit ihrem Logo, der "Gelben Hand" zeigen die Vereinsmitglieder: "Wir sind gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit!".

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