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XV/39 - 5. Dezember 2011 - Jahrespressekonferenz

9.440 neue Ausbildungsplätze

Chemische Industrie

Angebot insgesamt um fast 10 Prozent gesteigert

Hannover/Wiesbaden. Die Chemie-Industrie hat ihr tariflich gesetztes Ziel von 9.000 neu angebotenen Ausbildungsplätzen im Jahr 2011 deutlich übertroffen: Mit einem Angebot von 9.440 Plätzen wurde die Vorgabe des Tarifvertrags „Zukunft durch Ausbildung“ um 4,9 Prozent überschritten.


Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von 600 angebotenen Ausbildungsplätzen. Damit hat die Branche auch bei der Ausbildung das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Insgesamt haben die Chemie-Unternehmen ihr Ausbildungsplatzangebot gegenüber 2003 - dem Start des Tarifvertrages - um fast 10 Prozent gesteigert.

„Mit jedem Ausbildungsplatz schafft die Branche neue Perspektiven für junge Menschen - und investiert zugleich in die eigene Zukunft“, sagte Eggert Voscherau, Präsident des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC). „Wir sehen aber auch, dass es immer schwieriger wird, ausreichend Nachwuchs zu gewinnen. Deshalb werden die Chemie-Arbeitgeber ab Frühjahr 2012 mit der neuen Kampagne ‚Elementare Vielfalt‘ für eine Ausbildung in der Chemie werben.“

„Die Chemie-Sozialpartner“, betonte der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis, „sind ihrer gesellschaftlichen und industriepolitischen Verantwortung gerecht geworden. Wir haben mit unseren Möglichkeiten dem Ausbildungsplatzmangel entgegengewirkt und für ein hohes Qualifikationsniveau in der Branche gesorgt. Zugleich leisten wir einen Beitrag, dem sich mittelfristig abzeichnenden Fachkräftedefizit vorzubeugen. Dieser Tarifvertrag ist eine Erfolgsstory.“

Der Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ wurde 2003 abgeschlossen und seither mehrfach verlängert und ausgebaut. Das Abkommen läuft 2013 aus. Insgesamt befinden sich über 26.000 junge Menschen in der Ausbildung zu einem der über 50 naturwissenschaftlichen, technischen oder kaufmännischen Berufe in der chemischen Industrie. Zum Ausbildungsspektrum gehören neben anerkannten Ausbildungsberufen nach Berufsbildungsgesetz auch duale Studiengänge sowie Förder- und Integrationsmaßnahmen für Jugendliche, die bisher nicht ausbildungsreif sind.

 

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