Bis das Fernziel einer Stromversorgung nur aus regenerativen Energiequellen erreicht werde, könne auf die Kohle nicht verzichtet werden. „Wir brauchen ein ganzheitliches energiepolitisches Konzept, das der Kohle den Vorrang vor der Kernenergie zuweist," sagte der IG-BCE-Vorsitzende, „nur die Kohle kann durch umweltfreundlichen und effizienten Einsatz in modernen, klimafreundlichen und flexiblen neuen Kraftwerken die Brücke zur regenerativen Zukunft bilden. Die Kernenergie reicht dafür nicht aus, auch nicht bei längeren Laufzeiten."
Die IG BCE unterstütze alle Bemühungen, Erfolge beim Klimaschutz auch durch technische Lösungen zu erreichen. Dazu würden auch neue Braunkohle-Kraftwerke mit einem höheren Wirkungsgrad und andere Innovationen gebraucht, besonders die CCS-Technologie. „Für die großflächige Weiterentwicklung dieser Zukunftstechnologie zur Abscheidung und Speicherung von CO2 müssen jetzt dringend die politischen Rahmenbedingungen insbesondere für Pipelines und CO2-Speicher gestaltet werden," forderte Vassiliadis. Dazu gehöre die zügige Verabschiedung des längst entworfenen CCS-Gesetzes.
CCS werde „klimapolitisch unterschätzt". Besonders Länder wie China oder Indien setzten verstärkt auf Kohle. Da könne CCS einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zugleich könnten in Deutschland durch den Export der Technologie Arbeitsplätze gesichert werden, erklärte Vassiliadis.