4,5 Prozent und Entlastung für Ältere
Das Chemie-Tarifpaket 2012 ist geschnürt, das Ergebnis kann sich sehen lassen: 4,5 Prozent mehr Entgelt, die Ausbildungsvergütungen werden einheitlich um 50 Euro angehoben – dies entspricht einer Steigerung von durchschnittlich 5,9 Prozent.
Tariferfolg: (von links) IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis, IG-BCE-Verhandlungsführer und Tarifvorstand Peter Hausmann, BAVC-Verhandlungsführer Hans-Carsten Hansen und BAVC-Präsident Eggert Voscherau.Zugleich ist der Einstieg in altersgerechte Arbeitszeiten gelungen. In den Demografiefonds werden 200 Euro pro Jahr und Beschäftigen eingezahlt. Schließlich sind neue Regelungen für den Berufseinstieg vereinbart. IG BCE aktuell informiert über die Details.
Zwei Tage dauerte die Schlussrunde in Schönefeld bei Berlin, noch in der Nacht zum 24. Mai sah es nicht so aus, als könne ein Abschluss unter Dach und Fach gebracht werden. Der Durchbruch gelang schließlich in den Morgenstunden. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beginnt regional unterschiedlich, die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in den Tarifbezirken Nordrhein, Rheinland-Pfalz und Hessen werden zum 1. Juli angehoben, in Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg und Berlin zum 1. August und im Saarland und in Nordost zum 1. September. Die Laufzeit beträgt insgesamt 19 Monate.
„Es ist erneut gelungen“, erklärt IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann, „für die Beschäftigten einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung in der chemischen Industrie zu erreichen.“ Mit Blick auf den neuen Demografie-Vertrag fügt Hausmann hinzu: „Wir setzen einen neuen tarifpolitischen Meilenstein auf dem Weg zu einer altersgerechten Arbeitswelt. Der neue Demo-Vertrag wirkt über den Tag hinaus, er bietet
viele Anknüpfungspunkte und eröffnet neue tarifpolitische Spielräume.“
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