Leiharbeiter bekommen mehr Geld
In der chemischen Industrie werden die Löhne für Leiharbeitnehmer an die Entgelte der Stammbelegschaften herangeführt.
Diese bereits im Dezember 2011 als Grundsatzabkommen beschlossene Lösung haben die IG BCE, der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) nun konkretisiert. Der Vertrag tritt zum 1. November 2012 in Kraft.
Peter Hausmann, Tarifpolitiker der IG BCE, sagte dazu: „Das enorme Entgeltgefälle zwischen Stammbelegschaften und Leiharbeitnehmern wird ein kräftiges Stück abgetragen. Wir haben dazu beigetragen, den Missbrauch der Leiharbeit zu begrenzen und zurückzudrängen. ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit’ ist ein Gebot der Fairness und der sozialen Gerechtigkeit. Daran halten wir fest. Wir haben tarifpolitisch gehandelt, jetzt ist Berlin gefordert.“
Leiharbeitnehmer erreichen auf diese Weise bis zu 90 Prozent der Chemie-Entgelte. Die IG BCE geht davon aus, dass nach dem Durchbruch in der chemischen Industrie auch in den anderen Sektoren Lösungen erzielt werden und umfassende Zuschlagssysteme beschlossen werden können.




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